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INSEKTEN UND PFERDE

INSEKTEN UND PFERDE

Insekten und Pferde


Das schöne Wetter hält Einzug... und mit ihm die Fliegen! Kleine, große, haarige, stechende, saugende oder parasitierende geflügelte Quälgeister begleiten und nerven unsere Pferde auf Schritt und Tritt. Belästigung, Stress, Übertragung von Krankheiten und Hautprobleme... Lauter kleine „Geschenke“, auf die sie gut verzichten könnten, und wir auch! Animaderm stellt die fliegenden Parasiten und die mit ihnen verbundenen Risiken vor und erläutert, wie man sich am besten vor ihnen schützt.

  Gnitzen



  • Aussehen: Kleine Stechfliegen (0,5 bis 4 mm) die am späten Nachmittag/abends im Schwarm fliegen, oder auch bei bedecktem Himmel mit wenig Wind. 
  • Mögliche Verwechselung: Kriebelmücken
  • Wirtsarten: Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen, gelegentlich auch der Mensch
  • Geographische Verbreitung: Weltweit
  • Lebensweise: Die Gnitzen sind von April bis Oktober aktiv, hauptsächlich in der Dämmerung und nachts (in unseren Breiten insbesondere C. pulicaris und C. imicola). Nur Weibchen stechen und saugen Blut. Die Gnitzen mögen schattige, windgeschützte Bereiche und mäßige Temperaturen (15 bis 35 °C). Trockenheit und Hitzewellen mögen sie nicht, aber auch keinen heftigen Regen. 
  • Direkte Folgen: Belästigung/Blutverdünnung: Physische und psychische. Erschöpfung, Verringerung der Nahrungsaufnahme, Gewichtsverlust, Hautläsionen, Stress. Gnitzen sind die Hauptverantwortlichen der Überempfindlichkeit gegen Insektenspeichel bzw. des Sommerekzems (DERE).
  • Indirekte Folgen: Übertragung von Viren (ansteckende Blutarmut der Einhufer, West-Nil-Virus, die regelmäßig in Südfrankreich auftreten) und Haut- und Augenparasiten: Onkozerkose verursachende Fadenwürmer. Sie verursacht granulomatöse und faserige Knötchen, Keratitis und Uveitis. Die am häufigsten betroffenen Bereiche sind das Gesicht, der Hals, die Gliedmaßen und der Bauch..
  • Besondere Behandlungs- und Schutzmaßnahmen: Gnitzen leben meistens in feuchten Bereichen, im Grenzbereich zwischen Land- und Wasserlebensraum, oder dort, wo viele sich zersetzende Pflanzen vorhanden sind. Die Eiablage und die Entwicklung der Larven finden im Wasser oder in Feuchtbereichen statt: Tümpel, Sümpfe, feuchtes Unterholz und Feuchtwiesen, Radspuren, feuchte Einstreu... Sie fliegen schlecht (nur einige hundert Meter), so dass die adulten Tiere in der Nähe ihres Larvenlebensraums bleiben.
    • Misthaufen, faulende Pflanzenreste und stehende Gewässer in der Nähe der Boxen und Weiden beseitigen (durch Auffüllen oder Drainage), um die Anzahl Gnitzen zu verringern. 
    • Auf die Sauberkeit der Tränken achten und das Wasser regelmäßig wechseln. Boxen und Unterstände sehr oft sauber machen und desinfizieren, da die Gnitzen Eier in die feuchte Einstreu legen können, und dann vor allem in den Ställen in großer Zahl anzutreffen sind 


   Kriebelmücken

  • Aussehen: Kleine (1 bis 5 mm), schwarze und bucklige Fliegen, die im Schwarm fliegen. 
  • Mögliche Verwechselung: Gnitzen
  • Wirtsarten: Säugetiere, einschließlich des Menschen
  • Geographische Verbreitung: Weltweit
  • Lebensweise: Kriebelmücken sind tagaktiv und belästigen alle Säugetiere, insbesondere bei feuchtwarmem Wetter und Gewitter, meistens während der heißen Tageszeit. Sie fliegen oft im Schwarm tief am Boden und mit ruckhaften Bewegungen, aber auch um die Ohren, die Nase, den Hals und die Schultern sowie am Bauch. Nur Weibchen stechen und saugen Blut. Sie stecken nicht, sondern beißen. Dann schieben sie ihren Rüssel tief in die Wunde und lassen erst ab, wenn sie sich vollgesaugt haben. Die Bisse sind schmerzhaft und verursachen heftige Entzündungen, Jucken und Erytheme, insbesondere an den Ohren. Sie können auch in Kleider und unter Decken krabbeln. 
  • Direkte Folgen: Belästigung/Blutverdünnung: Physische und psychische Erschöpfung, Verringerung der Nahrungsaufnahme, Gewichtsverlust, Hautläsionen, Stress. Die oft zahlreichen Bisse – da die Kriebelmücken im Schwarm angreifen – können starke Entzündungen, Schwellungen und Hyperkeratose (Hautverdickungen, pappeartig) verursachen, insbesondere in den Ohren. Kriebelmücken sind auch ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des Sommerekzems (DERE).
  • Indirekte Folgen: Übertragung von Viren (ansteckende Blutarmut der Einhufer, West-Nil-Virus, die regelmäßig in Südfrankreich auftreten) und Haut- und Augenparasiten: Onkozerkose verursachende Fadenwürmer (Onchocerca gutturosa, O. reticulata, O. cervicalis). Sie verursacht granulomatöse und faserige Knötchen, Keratitis und Uveitis. Die am häufigsten betroffenen Bereiche sind das Gesicht, der Hals, die Gliedmaßen und der Bauch.
  • Besondere Behandlungs- und Schutzmaßnahmen: Gnitzen leben meistens in feuchten Bereichen, im Grenzbereich zwischen Land- und Wasserlebensraum, oder dort, wo viele sich zersetzende Pflanzen vorhanden sind. Die Eiablage und die Entwicklung der Larven finden im Wasser oder in Feuchtbereichen statt: Tümpel, Sümpfe, feuchtes Unterholz und Feuchtwiesen, Radspuren, feuchte Einstreu... Sie fliegen schlecht (nur einige hundert Meter), so dass die adulten Tiere in der Nähe ihres Larvenlebensraums bleiben.
    • Hauben oder Masken zum Schutz der Ohren sind ein wirksames Mittel gegen Kriebelmückenattacken.
    • Die Anwendung von Fettsalben in den Ohren kann das Risiko von Kriebelmückenbissen verringern, da die Mücken dann nicht bis an die Haut kommen und sich nicht an den Haaren festhalten können. Vorsicht bei der Wahl der Salbe: Viele Salben schmelzen bei Körpertemperatur (oder warmem Wetter, insbesondere bei Sonneneinstrahlung) und können in den Gehörgang fließen.
    • Wir raten davon ab, die Haare in den Ohren zu schneiden. Diese Haare schützen den Gehörgang gegen Staub, Fremdkörper und das Eindringen von Insekten und Zecken

   Fliegen




  1 - Echte Fliegen

a) GROSSE STUBENFLIEGE (Mosca domestica; gemeine Fliege)

Die „normale“ Fliege, die sowohl in den Wiesen als auch im Haus, auf dem Land sowie in der Stadt auftritt.
  • Aussehen: Die adulte Fliege misst 6 bis 8 mm. Sie trägt schwarze Streifen auf dem Thorax und hat einen gelblichen Hinterleib. Das Mundwerkzeug besteht aus einem Sauger in Rüsselform (Proboscis).
  • Lebensweise: Die Stubenfliege ernährt sich von Tierkot sowie von Nahrungsmitteln und allerlei verwesenden Pflanzen. Sie ist ein Allesfresser und frisst organische Abfälle (Kot, Körperflüssigkeiten, verwesende tierische und pflanzliche Stoffe).
  • Direkte Folgen: Auch wenn sie weder sticht noch beißt, gilt diese Fliege als Plage weil sie Tiere stark belästigt.
  • Indirekte Folgen: Sie kann eine Anzahl krankheitserregender Keime verbreiten (Viren, Bakterien, Parasiten), die sie über den Speichel und Kot der Tiere verbreitet.
  • Behandlungs- und Schutzmaßnahmen: Fallen mit Ködern, Klebefallen mit oder ohne Lockstoffe sind wirksame Mittel, um die Plage zu begrenzen.


b) STALLFLIEGE (Musca automnalis, Augenfliege)

  • Aussehen: Sie ist der großen Stubenfliege sehr ähnlich, wenn auch etwas größer. Sie sitzt häufig am Kopf, insbesondere an den Augen und den Nüstern, um sich dort von den Körpersekreten zu ernähren.
  • Wirtsarten: Rinder, Pferde
  • Geographische Verbreitung: Weltweit
  • Lebensweise: Die Stallfliege ist vom Frühling bis zum Herbst (entgegen ihrer lateinischen Bezeichnung) aktiv, besonders an sonnigen Tagen. Besonders aktiv sind sie bei Temperaturen um 25 °C. Das Weibchen legt seine Eier in frischen Dung auf den Weiden. Die Larve entwickelt sich vorzugsweise in frischen Kuhfladen, sehr viel seltener in Pferdeäpfeln (zu trocken). Diese Fliegen fliegen sehr gut und können auf der Suche nach Wirtstieren mehrere Kilometer zurücklegen. Die Fliegen ernähren sich von allen Körpersekreten: Nasen- und Augensekreten, Schweiß, Blut und sonstige biologische Flüssigkeiten, die aus Wunden oder Stichen anderer Insekten fließen. Während des Sommers sind diese Fliegen nur selten in Gebäuden anzutreffen.
  • Direkte Folgen: Siehe M. domestica
  • Indirekte Folgen: Siehe M. domestica



   2 - Stechfliegen

a) GEMEINE STECHFLIEGE (Stomoxys calcitrans, Stallfliege, Wadenstecher, Brennfliege)

  • Aussehen: Stechfliegen sind 5 bis 10 mm groß und gleichen der Stubenfliege. Sie unterscheiden sich von dieser durch ihren nach vorne gerichteten Stechrüssel. Der Stich ist schmerzhaft, sowohl für Menschen als auch für Tiere.
  • Mögliche Verwechselung: Gemeine Stubenfliege, Stallfliege, kleine Wanderstechfliege
  • Wirtsarten: Pferde, Rinder, kann auch Menschen stechen Sowohl Männchen als auch Weibchen ernähren sich von Blut und stechen die Tiere vorzugsweise an den Beinen.
  • Geographische Verbreitung: Weltweit
  • Lebensweise: Stechfliegen sind bei Temperaturen zwischen 15 und 35 °C aktiv, vom Frühjahr bis zum Herbst, aber sie können auch im Winter im Stall auftreten. Sie sind tagaktiv, vor allem um die Mittagszeit oder im frühen Nachmittag in gemäßigten Regionen. In tropischen oder wärmeren Regionen sind die Fliegen am frühen Morgen und im späten Nachmittag aktiv. Stechfliegen essen normalerweise ein Mal am Tag, können aber je nach Temperatur auch häufiger stechen. Außerdem müssen die Stechfliegen für eine Mahlzeit oft mehrfach stecken, da der Stich schmerzhaft ist und sie daher das Wirtstier wechseln müssen. Dadurch erhöht sich auch das Risiko einer Krankheitsübertragung. Obwohl sie über große Strecken fliegen können, um sich zu ernähren oder günstigere Klimabedingungen zu finden, entfernen Stechfliegen nie sehr weit von ihren Wirtstieren und bewegen sich wenig: Sie verbringen fast den ganzen Tag in Ruhestellung, meist mit dem Kopf nach oben auf Mauern, Elektrozäunen, Pfählen, Bäumen oder auch direkt auf ihrem Wirtstier.
  • Direkte Folgen: Belästigung/Blutverdünnung: Physische und psychische Erschöpfung, Verringerung der Nahrungsaufnahme, Gewichtsverlust, Hautläsionen, Stress.
  • Indirekte Folgen: Übertragung von Krankheiten (ansteckende Blutarmut der Einhufer, Leptospirose, Milzbrand) und Haut- und Darmparasiten: Fadenwürmer (Habronema microstoma), Helminthen (Dermatobia hominis)
  • Behandlungs- und Schutzmaßnahmen: Stechfliegen legen ihre Eier auf verwesende organische Stoffe (Heuballen, Stroh und Kot, vorzugsweise Pferdeäpfel), von denen die Larven sich nach dem Schlüpfen ernähren. . 
    • Regelmäßig die Pferdeäpfel einsammeln und die Einstreu wechseln.
    • Den Misthaufen klein halten und keine alten Heu- oder Strohballen lagern, auch nicht in einiger Entfernung des Stalls oder der Weiden, da Stechfliegen sehr gut fliegen können.


b) KLEINE WANDERSTECHFLIEGE (Haematobia irritans)

  • Aussehen: Wie auch die Stechfliege gleicht sie der gemeinen Stubenfliege, auch wenn sie etwas kleiner ist (3,5 bis 5 mm). Ihr Stich ist ebenfalls schmerzhaft. Sie sticht üblicherweise mit dem Kopf nach unten sitzend.
  • Wirtsarten: Pferde, Rinder, kann auch Menschen stechen Diese Fliege sitzt oft in Gruppen am Hornansatz von Rindern. Bei Pferden sitzt sie meistens auf dem Rücken, den Schultern und am Bauch.
  • Geographische Verbreitung: Weltweit
  • Lebensweise: Die Weibchen legen ihre Eier in frische Kuhfladen. Die adulten Tiere leben ständig auf ihnen Wirtstieren, die sie nur für kurze Flüge oder zum Ablegen der Eier verlassen. Beide Geschlechter ernähren sich von Blut und stechen Tag und Nacht, bis zu 20 Mal am Tag. Die kleinen Wanderstechfliegen sind von Mai bis Oktober aktiv, aber vor allem im Juli/August sehr häufig anzutreffen.
  • Direkte Folgen: Belästigung/Blutverdünnung: Physische und psychische Erschöpfung, Verringerung der Nahrungsaufnahme, Gewichtsverlust, Hautläsionen, Stress.
  • Indirekte Folgen: Übertragung von Krankheiten (ansteckende Blutarmut der Einhufer, Leptospirose, Milzbrand) und Haut- und Darmparasiten: Fadenwürmer (Habronema microstoma), Helminthen (Dermatobia hominis).
  • Mögliche Verwechselung: Gemeine Stubenfliege, Stallfliege, Stechfliege

   Bremsen (Tabanidae)


  • Aussehen: Große Zweiflügler (0,6 bis 3 cm, je nach Art), massig und mit einem kräftigen Flug. Treten meist allein auf und drangsalieren das Wirtstier.
  • Wirtsarten: Pferde, Rinder, kann auch Menschen stechen
  • Geographische Verbreitung: Weltweit
  • Lebensweise: Bremsen legen ihre Eier auf Pflanzen in der Nähe einer Tränke (Weiher, Bach) oder im feuchten Humus im Wald. Nur die Weibchen ernähren sich von Blut. In Europa sind Bremsen von Mitte Juni bis Ende August aktiv. Bremsenweibchen stechen tagsüber, meistens mittags, aber einige Arten können auch am frühen oder späten Nachmittag aktiver sein, oder auch am frühen Abend. Der Biss ist sehr schmerzhaft: Sie schneiden die Haut mit ihren kräftigen Beißwerkzeugen ein und trinken das aus der Wunde fließende Blut. Außerdem belästigt das Weibchen das Wirtstier sehr, um einen günstigen Punkt zum Stechen zu finden, wo sie sich in Ruhe volltrinken kann, ohne verjagt zu werden. Wenn sie verscheucht wird, greift sie sofort erneut an, meistens das gleiche Tier. Bremsen ziehen Stellen am Waldrand vor, wo sie ihre Ruheplätze haben.
  • Direkte Folgen: Belästigung/Blutverdünnung: Physische und psychische Erschöpfung, Verringerung der Nahrungsaufnahme, Gewichtsverlust, Hautläsionen, Stress. Andererseits ziehen die von den Bremsen verursachten Wunden Stubenfliegen an und erhöhen das Risiko von Sekundärinfektionen und Krankheitsübertragungen.
  • Indirekte Folgen: Übertragung von Krankheiten (ansteckende Blutarmut der Einhufer, Leptospirose, Milzbrand) und Haut- und Darmparasiten: Fadenwürmer (Habronema microstoma), Helminthen (Dermatobia hominis).
  • Mögliche Verwechselung: Keine
  • Besondere Behandlungs- und Schutzmaßnahmen: Bremsenfallen


   Lausfliegen (Hippobosca equina)


  • Aussehen: Mittelgroße (5 bis 8 mm) Fliegen mit flachen, harten Körpern, deren Kopf in den Thorax eingerückt ist. Die kräftigen Beine mit den starken Krallen dienen zum Festhalten am Wirtstier und zur seitlichen Fortbewegung („Krebsgang“). Dieser Eigenschaft verdankt die Fliege im Französischen die Bezeichnung „Spinnenfliege“ oder „Krabbenfliege“.
  • Mögliche Verwechselung: Keine
  • Wirtsarten: Hauptsächlich Pferde und Rinder. Sie kann gelegentlich auch Menschen beißen.
  • Geographische Verbreitung: Weltweit
  • Lebensweise: Lausfliegen leben fast ausschließlich auf ihren Wirtstieren, vorzugsweise in geschützten Bereichen mit dünner Haut, wie der Innenseite der Schenkel, dem Schlauch/Euter und dem Analbereich. Sie können nicht gut fliegen und bewegen sich auf dem Wirt anhand ihrer krallenbewehrten Beine fort, oder durch sehr kurze Flüge. Beide Geschlechter ernähren sich von Blut und ihr Biss ist schmerzhaft. Sie sind von April bis Oktober aktiv, und ganz besonders im Sommer.
  • Direkte Folgen: Belästigung/Blutverdünnung: Physische und psychische Erschöpfung, Verringerung der Nahrungsaufnahme, Gewichtsverlust, Hautläsionen, Stress. Ein Pferd kann auf den Biss heftig reagieren.
  • Indirekte Folgen: Übertragung von Krankheiten (ansteckende Blutarmut der Einhufer, Leptospirose, Milzbrand) und Haut- und Darmparasiten: Fadenwürmer (Habronema microstoma), Helminthen (Dermatobia hominis).




   Magendasseln (Gastrophilus intestinalis, G. nasalis, Dasselfliegen)


  • Aussehen: Große, haarige Fliege, die ein wenig an eine dicke Biene erinnert, von gelblicher bis rotbrauner Farbe, die beim Flug kräftig summt. Die gelben Eier werden oft in großer Zahl an den Beinen abgelegt. Die Larven, die in frischen Pferdeäpfeln auftauchen, gleichen dicken roten oder weißen Maden (5 bis 10 mm Durchmesser und 10 bis 20 mm lang) mit Stachelreihen.
  • Wirtsarten: Pferde
  • Geographische Verbreitung: Weltweit, überall dort, wo es Pferde gibt.
  • Lebensweise: Die adulten Magendasseln besitzen zurückgebildete Mundwerkzeuge, mit denen sie sich nicht ernähren können. Nach der Paarung ist das einzige Ziel der Weibchen ihre Eier im Fell der Wirtstiere abzulegen. Die Larven sind jedoch gefährliche Parasiten und auf Pferde spezialisiert. Die Magendasseln sind von Ende des Frühjahrs bis zum Herbst aktiv. Man sieht sie tagsüber, besonders während der heißen Tageszeit, an Pferden auf der Weide oder im Paddock. Boxenpferde sind deutlich weniger betroffen. Das Weibchen legt hunderte von gelblichen Eiern, die sie im Flug an das Fell haftet. Legebereiche sind vor allem die Beine, die Schultern oder auch der Kopf. Diese Eier können mehrere Monate überdauern. Die Larven schlüpfen beim Kratzen und Lecken. Die Larven des L1-Stadiums wandern dann in den Mund und die Nase und dringen in die Schleimhäute ein, in denen sie einen Monat verbleiben, bevor Sie in den Magen und den Darm wandern. Dort setzen sie sich dank ihrer Mundhaken an den Schleimhäuten fest und wachsen (Stadium L2 und L3) mehrere Monate lang, bis sie mit dem Kot nach außen gelangen und sich verpuppen und schließlich in adulte Fliegen verwandeln.
  • Direkte Folgen: Die Larven des L1-Stadiums können Geschwüre im Mund und manchmal auch einen gesteigerten Speichelfluss verursachen. Die Larven der L2- und L3-Stadien können sich auf die Verdauung auswirken und ihren Wirt schwächen sowie Gewichtsverluste verursachen. Sie können auch Koliken auslösen und Ursache tödlicher Magen- oder Darmperforationen sein. Beim Ausstoß der L3-Larven ist ein starker Juckreiz möglich, der zum Verlust der Schweifhaare führen kann.
  • Besondere Behandlungs- und Schutzmaßnahmen:
    • SDas Pferd regelmäßig kontrollieren, insbesondere die Beine, den Kopf und die Schultern. Bei Vorhandensein von gelben, an das Fell geklebten Eiern sollten diese so bald wie möglich abrasiert oder mit lauwarmem Haushaltsessig abgewaschen werden, damit die Larven vom Pferd nicht aufgenommen werden können. 
    • Am Herbstende ein Wurmmittel mit einem Wirkstoff gegen Dasselfliegen (Ivermectin) verabreichen.





Vorläufige Informationen - Ersetzt nicht Absprache mit einem Tierarzt

Posted on 05.07.2016 20942