Wirksame Maßnahmen gegen Juckreiz
Keine Wundermittel, sondern Tipps, die alles verändern werden
Juckreiz bei Pferden ist nicht immer auf Insekten zurückzuführen, insbesondere wenn sich das Pferd außerhalb der Sommermonate kratzt oder seine Fliegen- oder Ekzemdecke systematisch zerreißt.
Das Problem liegt „darunter“ oder „darin“, das heißt, die Ursache liegt in der Fütterung, dem emotionalen und dem körperlichen Zustand des Pferdes. Insekten verschlimmern das Problem nur noch. Was also tun?
SCHRITT 1: VERMEIDEN SIE UM JEDEN PREIS EINE TEURE BEHANDLUNGSKATASTROPHE
Die Priorität liegt darin, Insektenstiche zu vermeiden, indem Sie Ihr Fliegenschutzmittel auf ganz bestimmte Weise anwenden: Tragen Sie es mit einem Handschuh und entgegen der Wuchsrichtung auf die Hauptangriffsbereiche und die Bereiche auf, in denen Juckreiz auftreten kann (Mähne, Schweif ...). Diese Art der Anwendung schützt das Pferd nämlich wirksamer und länger vor Stichen (weniger Verbrauch). Zweite wichtige Anweisung: Verwenden Sie ein wasserfreies Produkt, da Wasser schnell verdunstet und die Wirkung des Produkts rasch einschränkt. Beachten Sie, dass Derfly ausschließlich in diesem Sinne und gemäß diesen genauen Vorgaben entwickelt wurde.

SCHRITT 2: DIE ERSTEN JUCKREIZE SOFORT STOPPEN
Das erste Kratzen führt zu weiterem Kratzen, wenn es nicht sofort unterbunden wird. Wenn Sie diesen Teufelskreis vermeiden, wird die Bewältigung des Juckreizes im Laufe der Saison immer einfacher. Genau wie beim Fliegenschutz sollte das Produkt wasserfrei und auf die Haut des Pferdes abgestimmt sein. Ein zu fettiges Produkt auf dünner Haut führt nämlich schnell zu einer Verstopfung der Poren. Umgekehrt reizt ein zu „leichtes“ Produkt auf dicker Haut die Oberhaut, ohne dass die beruhigenden Wirkstoffe tief eindringen können. Was Produkte auf Wasserbasis angeht, so neigen diese dazu, nur eine sehr begrenzte Wirkungsdauer zu haben (Verdunstung, aber auch die geringere Durchdringungskraft von Wasser im Vergleich zu Talg, das Fettstoffe benötigt), sodass Sie die Anwendung mehrmals täglich wiederholen müssen (was letztlich unwirtschaftlich ist, vor allem aber eine verstärkte Überwachung erfordert, um die Linderung aufrechtzuerhalten und eine Verschlimmerung zu vermeiden).
Wir können Ihnen nur die Derfen-Produktreihe empfehlen, die speziell für diesen Zweck entwickelt wurde, sofort wirkt und wasserfrei ist.

SCHRITT 3: DAS IST ALLES!
Die Überempfindlichkeit eines Pferdes ist jedoch in der Regel nicht angeboren. Sie ist die Folge von drei Schlüsselfaktoren, die wir oft unterschätzen. Und doch sind sie der Schlüssel zu diesem Zustand.
1/ SEINE ERNÄHRUNG: Sie muss natürlich auf seine Bedürfnisse (seine Aktivität und sein Alter) ausgerichtet sein, aber VOR ALLEM auf seine RASSE und die Möglichkeit, fast ständig zu fressen
2/ SEIN EMOTIONALER ZUSTAND: sein Leben mit Artgenossen, seine Aktivität und mögliche Langeweile: ein Pferd, das am Zaun der Weide wartet, das abseits der Herde steht, das aggressiv oder im Gegenteil sehr zurückhaltend ist, das sich wegen allem stresst...
3/ SEIN PHYSISCHER ZUSTAND: Schmerzen, auch wenn sie nicht wahrnehmbar sind (einschließlich der Zähne).
Es handelt sich nicht um drei getrennte Aspekte, sondern um die Kombination aller drei, die berücksichtigt werden muss, da sie miteinander VERBUNDEN sind:
= Eine unausgewogene Ernährung (Mangel, Überfütterung, Futter, das nicht den Bedürfnissen der Rasse entspricht) führt zu körperlichen Schmerzen, die sich auf seinen psychischen Zustand (seine Emotionen) auswirken.
= Ein emotionales Problem erzeugt Magen- und Darmverspannungen, die sich auf seinen Fressrhythmus und die Nährstoffaufnahme auswirken.
= Körperliche Schmerzen führen zu erheblichem emotionalem Stress, wodurch er sich insbesondere im Umgang mit Artgenossen weniger wohlfühlt, und wirken sich natürlich auf sein Gleichgewicht bei der Nahrungsaufnahme aus, umso mehr bei medikamentöser Behandlung.

Die Haut ist lediglich der äußere Ausdruck dieser drei Stressfaktoren. Die Empfindlichkeit tritt auf, wenn einer der drei Stressfaktoren stark ausgeprägt ist und sich auf die beiden anderen auswirkt.
Wir probieren vieles aus und geben zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel, ohne jemals wirklich die perfekte und vor allem nachhaltige Lösung zu finden. Die topische Linderung des Juckreizes ist ein notwendiger erster Schritt, eine entscheidende Linderungsmaßnahme, um einen Teufelskreis zu vermeiden, aber sie wird niemals ausreichen, wenn diese drei Stressfaktoren nicht gemildert und behandelt werden, wobei der erste zu berücksichtigende Faktor der Ernährungsstress und dessen Anpassung an die Bedürfnisse der Rasse ist.